Joomla 1.5 RC2

Der Joomla 1.5 Release Candidate 2 macht einen deutlich besseren Eindruck als Joomla 1.5 Beta. Das Produkt kommt sehr schlank daher, und lässt sich anders als die Vorgängerversion, ohne Javascript - oder sonstige Fehler installieren.
Auch aus Sicht der Performance gibt es nur gutes zu vermelden. Durch den Verzicht auf das patTemplate - System gibt es offensichtlich einen spürbaren Performancegewinn. Subjektiv gewinnt man den Eindruck das die Seiten sich schneller aufbauen. Besonders im Joomla 1.5 - Backend ist das überdeutlich zu bemerken.
Negatives gibt es eigentlich nur an der Template Front zu berichten. Obwohl mit Hilfe des Legacy-Plugins Backwards-Kompatibilität zu alten Joomla Templates gewährleistet ist, möchte man doch die neuen Features der Joomla 1.5 Template - Engine nutzen. Leider gibt es hierzu (noch) keine offizielle Dokumentation, und viel widersprüchliche Aussagen in diversen Foren. Wir haben versucht etwas Licht in das Dunkel von Joomla 1.5 Templates zu bringen.
Joomla 1.5 beta - Erste Eindrücke
Vorweg: Natürlich ist ein Beta-Release nicht mit den Anforderungen an ein Produktions - Release zu vergleichen. Natürlich sollte auch kein Beta - Release für produktive Zwecke eingesetzt werden. Dennoch gibt es auch Qualitätsaspekte für ein Beta - Release, die bei diesem Joomla Beta 1.5 release in keinster Weise beachtet wurden. Dieses Joomla Release ist bei positiver und wohlwollender Betrachtung pre-Beta.
Die Installation hat sich nur geringfügig geändert und wirkt sehr aufgeräumt wie auch das gesamte Paket. Allerdings hatten wir enorme Probleme Joomla 1.5 beta auf diversen Windows Maschinen zum Laufen zu bringen. Gründe dafür finden Sie in diversen Joomla Foren unter dem Stichwort 'overlib'. Die Installation unter Debian und Suse 10.0 verlief problemlos.
Das Adminstrations - Backend wirkt deutlich aufgeräumter als in Vorgängerversionen. Besonders positiv ist uns aufgefallen, das man sich von dem Konzept von statischem und dynamischen Content verabschiedet hat. Es gibt jetzt prinzipiell nur noch Article. Dies ist besonders positiv bei der Neuanlage eines Menüpunktes, die jetzt enorm an Übersichtlichkeit gewonnen hat. Dort wird nur noch zwischen internen Links, externen Links, Alias und Separator unterschieden (siehe Abbildung). Die internen Links sind dann nochmal unterteilt in die alten Bekannten (Article, Contact, Login, Newsfeed, Wrapper, ...). Wenn man sich jetzt noch auf die Einführung eines Seitenbaums anstelle der unübersichtlichen Sections und categories entscheiden könnte wäre die Übersichtlichkeit nahezu perfekt.
Im Bereich Benutzer- und Gruppenverwaltung von Joomla 1.5 hat sich wenig getan. Dieser Bereich ist nach wie vor gegenüber anderen CMS deutlich unterbelichtet. Nach wie vor können keine benutzerspezifischen Gruppenprofile angelegt werden. Ebenso können klassische Redakteursprofile mit Zugriff auf begrenzte Seiten eingerichtet werden. Sicherlich wird der eine oder andere einwenden, dafür gibt es Extensions. Richtig, jedoch gehört unserer Meinung nach solce Core-Funktionalität eben in den Joomla - Core. Neu ist, das für jeden Benutzer separat die Backend- und Frontend-Sprache ausgewählt werden kann. Ebenso kann auch für jeden Benutzer ein in seiner Sprache vorliegender Help-Server konfiguriert werden.
Ebenfalls an Übersicht hat der Media-Manager gewonnen. Mit einem JavaScript - Klickmenü hat man links eine Seitenbaum ähnliche Navigation mit der man direkt auf jeden Ordner springen kann. Ebenfalls neu ist das man neben einer Thumbnail-Ansicht nun auch eine Detailansicht hat. In der Detailansicht bekommt man jetzt auch die Größe des Bildes mitgeteilt.
Beim Template Manager, den man jetzt in den Menüpunkt 'Extensions' verschoben hat, hat sich ausser kosmetischen Korrekturen nichts getan. Beim Editieren der Templates bzw. der CSS - File muss nach wie vor auf jede Hilfe, wie beispielsweise ein komfortabler Editor, verzichtet werden.
Neu ist ebenfalls ein FTP-Manager, der im Control-Panel konfiguriert werden kann und für den Upload von Extensions auch notwendig ist. Allerdings ist zu vermuten, das der FTP Manager derzeit nur über Port 21 funktioniert. Eine FTP Verbindung via SSH auf Port 22 bekamen wir jedenfalls nicht zum Laufen.
Verborgen blieb uns die Einstellung zur Muli-Language - Funktionalität. Wir haben es dann über die 'configuration.php' manuell eingeschaltet und waren mit der Funktionalität sehr zufrieden. Auch wenn JoomlaFish die Grundlage war, so ist es jetzt deutlich einfacher multilingualen Content einzustellen, als es mit den alten Mambo- bzw. JoomlaFish Komponenten je war.



