Alternativtexte für Bedienelemente in barrierenfreien Websites
Für blinde, farbenblinde und Benutzer mit einfachen Textbrowsern sind Grafiken nicht zugänglich. Deshalb müssen grafische Bedienelemente mit Alternativtexten versehen werden. Alternativtexte für grafische Navigationselemente sollen das Ziel des Links bezeichnen.
Alternativtexte für grafische Schaltflächen (Buttons) sollen die Aktion bezeichnen, die der Button auslöst. Häufig werden Schriftgrafiken als Navigationselemente oder Buttons verwendet. In diesen Fällen soll der Alternativtext den Text der Schriftgrafik wiederholen. Gelegentlich werden auch Symbole als grafische Navigationselemente oder Buttons verwendet. Der Alternativtext soll das Symbol dann nicht beschreiben, sondern ersetzen. Also zum Beispiel Alternativtext "Kontakt" für einen Briefkasten, der als Symbol für die Kontakt-Seite verwendet wird.
Alternativtext für Grafiken
Informative Grafiken müssen mit Alternativtexten versehen werden. Die Alternativtexte sollen dieselbe Funktion oder denselben Zweck erfüllen wie das Bild. Das gleiche gilt für eingebundene Multimedia-Objekte und Audio-Elemente
Das kann bedeuten, dass der Alternativtext den abgebildeten Gegenstand im Detail beschreibt. Es kann aber auch sein, dass eine solche Beschreibung nicht erforderlich oder nicht möglich ist. Dann wird der Alternativtext in der Regel den abgebildeten Gegenstand bezeichnen
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Zeigt die Grafik eine Schrift, so soll der Text wiedergegeben werden.
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Zeigt die Grafik ein Symbol oder ein Logo, so soll dessen Bedeutung wiedergegeben werden.
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Bei Fotos genügt in der Regel eine knappe Bezeichnung des abgebildeten Gegenstandes.
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Bei Diagrammen oder technischen Zeichnungen sind unter Umständen ausführlichere Erläuterungen erforderlich. Alternativtexte sind dafür nicht vorgesehen, sie sollen 80 Zeichen nicht überschreiten. Vielmehr soll für ausführlichere Beschreibungen zusätzlich das Longdesc-Attribut verwendet werden.
Alt - Attribut für graphische Layout - Elemente (Cleargif u. ä)
Eine Grafik, die keine informative Funktion hat, benötigt keinen Alternativtext. Grafiken ohne informative Funktion sind zum Beispiel Abstandshalter, Farbflächen oder Muster. Solche Grafiken sollen mit einem leeren alt-Attribut (alt="") ausgezeichnet werden.
Screenreader behandeln Bilder ohne alt-Attribut anders, als Bilder mit leerem alt-Attribut. Wenn ein Screenreader auf ein Bild ohne alt-Attribut stößt, dann liest er normalerweise den Namen der Bilddatei vor. Denn in vielen Fällen muss man für die Benutzung von Seiten unbedingt wissen, was auf Bildern drauf ist. Dateinamen können dafür manchmal brauchbare Hinweise liefern.
Wenn Bilder nur der Dekoration dienen, ist das Vorlesen des Dateinamens dagegen störend. Bei diesen Bildern wäre es besser, wenn der Screenreader sie einfach übergehen würde. Das leere alt-Attribut informiert den Screenreader darüber, dass das betreffende Bild nur der Dekoration dient und seit Inhalt unbedeutend ist. Der Screenreader ignoriert das Bild dann komplett, er tut so, als ob es überhaupt nicht da wäre. Das leere alt-Attribut ist also sehr wichtig. Es stellt sicher, dass der Besucher mit Screenreader nicht durch das dauernde Vorlesen von bedeutungslosen Dateinamen an der Nutzung der Seite gehindert wird.
Alternativen für serverseitige Imagemaps
Bei Verwendung von serverseitigen Imagemaps müssen alternative Eingabemöglichkeiten angeboten werden. Serverseitige Imagemaps können nicht mit Alternativtexten versehen werden und sie können auch nicht mit der Tastatur bedient werden. Denn sie sind nicht wie clientseitige Imagemaps aus in HTML definierten, aktivierbaren Bereichen zusammengesetzt. Erst auf dem Server wird aus der Position, auf die der Anwender geklickt hat, das aufzurufende Ziel berechnet.
Audiodeskription für Videos
Für visuelle Videoinhalte muss eine Audiodeskription als Alternative bereitgestellt werden. Die Handlung von Videos kann oft auch ohne Bild recht gut verfolgt werden. Den Sprecher einer Nachrichtensendung muss man zum Beispiel nicht sehen, um zu verstehen, worum es geht. Dagegen enthalten Spielfilme meist Passagen, in denen wenig gesprochen wird und die Handlung über das Bild vermittelt wird. Damit ein blinder Zuschauer den Film verfolgen kann, müssen ihm solche Passagen beschrieben werden. Hierfür wird das Verfahren der Audiodeskription eingesetzt. Auf einer separaten Tonspur erläutert ein Sprecher die sichtbare Handlung.
Untertitelung von Videos
Für akustische Videoinhalte müssen als Hör-Alternative Untertitel bereitgestellt werden. Filme sind in der Regel ohne den Ton nicht zu verstehen. Daher muss für Menschen mit Hörbehinderung der Inhalt der Tonspur durch Untertitel bereitgestellt werden.
Untertitel können auch für andere Nutzer hilfreich sein, zum Beispiel für Personen, die mit der Sprache des Films nicht vertraut sind.

